Rational-Emotive-Verhaltenstherapie

Die Rational-Emotive-Verhaltenstherapie (REVT) ist die älteste kognitiv-behaviorale Psychotherapie. Sie wurde erstmals 1956 von Albert Ellis formuliert und seitdem aufgrund wissenschaftlicher Forschungsergebnisse sowie Erfahrungen in der therapeutischen Praxis konsequent weiterentwickelt.

Die REVT basiert auf der Erkenntnis, dass Kognitionen (Einstellungen, Bewertungen und Überzeugungen) eine direkte Wirkung auf das emotionale Erleben haben.

Gedanken, die sich Menschen bewusst oder unbewusst machen, haben Gefühle zur Folge wie z.B. Freude, aber auch Angst, Schuldgefühle, Wut oder Depression.

Sind die (durch Gedanken) entstandenen Gefühle unerwünscht, oder belastend, bedeutet dies meist eine Beschneidung des persönlichen Lebensbereichs, sowie der Lebensqualität. Die betroffene Person wird in ihrem Handlungsspielraum begrenzt und ist unzufrieden. Der Blickwinkel wird mehr und mehr eingeschränkt, so dass ein Durchbrechen dieses "Teufelskreises" aus eigener Kraft meist nicht möglich ist.

Hier kann die REVT Hilfe leisten!

Durch Verändern des Denkens über eine Sache kann ein bewusstes Beeinflussen und Verändern der Emotion stattfinden.

Wie verläuft die rational emotive Verhaltenstherapie?

In der Erstsitzung, einem unverbindlichen, kostenlosen Erstgespräch, das dem Kennen lernen, sowie dem Umreißen der jeweiligen Problematik des Klienten dient, wird aufgrund seiner Situation die therapeutische Strategie geplant.

Behandelt werden eine Vielzahl von Störungen im psychischen und psychosomatischen Bereich (siehe Indikationen).

Ziel der Therapie ist, (kognitive bzw. seelische) Störungen im Bereich der Einstellungen, Gefühle und des Verhaltens zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Dabei werden ganz besonders die (oft unlogischen) Selbstbeurteilungen, sowie Selbst- und Fremdwahrnehmung in den Mittelpunkt gestellt und überprüft, inwieweit eigene Überzeugungen selbstwertdienlich oder -schädlich sind. So können die Klienten lernen, sich selbst und ihre Lebensweise zu akzeptieren und die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Dabei wird der Fokus auf die Möglichkeit gesetzt, dass aus eigener Kraft bestimmte Veränderungen vorgenommen werden können und die Klienten den Problemen oder Konflikten nicht hilflos ausgeliefert sind.

Für die Einschätzung des Ist-Zustandes werden geeignete psychodiagnostische Verfahren (Tests, Fragebögen), sowie REVT-Interviews eingesetzt. Mit diesen wird die Qualität und Schwere der Störung festgestellt. Der Klient wird über das weitere Vorgehen, sowie darüber mit welchem Kostenaufwand er rechnen kann, aufgeklärt. Es werden sowohl kognitive Techniken, wie z.B. der "kognitive Disput", "Entkatastrophisieren", Erhöhung der Frustrationstolleranz, Reizexposition bei Phobien, sowie, wenn es sinnvoll erscheint, Elemente des Verhaltenstrainings integriert, um Kommunikationsfertigkeiten zu vermitteln und selbstsicheres Verhalten einzuüben.

In jedem Stadium der Therapie nehmen "Hausaufgaben" eine zentrale Rolle ein. Die Techniken zur Veränderung belastender Denk- und Verhaltensmuster sowie zur emotionalen Befreiung, üben die Klienten in "Heimarbeit" ein. Durch diese Mitarbeit und die Übernahme der Selbstverantwortung des Klienten für die Umsetzung der Maßnahmen, kann die Dauer der Therapie und die Anzahl der Sitzungen stark verringert werden.

Die REVT ist damit hervorragend als wirkungsvolle Kurzzeittherapie geeignet.

Bitte klären Sie mit Ihrer Krankenkasse, welche Kosten übernommen werden.